Werner
Bauer, Martin Herweg
Die Software wird meist im tar-Format oder rpm-Format ausgeliefert. Die Dateinamen von Dateien im tar-Format enden meist mit tar oder tgz, während die Namen von rpm-Dateien mit rpm enden müssen.
Bei
beiden Installationsformen ist es nötig, die Installation als Benutzer
root durchzuführen, damit die Rechte für die installierte
Software korrekt gesetzt werden können.
Die grössten Chancen auf
eine schnelle, einfache und erfolgreiche Installation hat man mit
rpm-Paketen, die für Suse Linux 8.0 oder 8.2 gemacht wurden, solche
Pakete findet man z.B. hier:
Im rpm-Format (von Red Hat entwickelt) wird die Software (als Benutzer root) mittels des Befehls
rpm -Uvh <dateiname>.rpm
komplett installiert, also in die richtigen Verzeichnisse kopiert und
die Rechte richtig gesetzt. Falls das nicht klappt kann man
es mit der Optionen --nodeps erzwingen:
rpm -Uvh --nodeps <dateiname>.rpm
Wenn das Programm danach nicht funktioniert, weil es nicht genau zur installierten Linux-Version passt oder weil passende Libraries fehlen, kann man es ja wieder sauber entfernen(s.u.). Die Software kann nach Installation normalerweise von allen Benutzern eines Systems genutzt werden. Der Befehl rpm -q <Dateiname> ergibt einen Hinweis, ob das Programmpaket schon auf dem Rechner installiert ist, da alle auf einem System mit rpm installierten Pakete in einer Datenbank verzeichnet werden. Ein Programm kann auch mittels
rpm -e <Dateiname>
wieder deinstalliert werden.
Wer lieber grafische Tools benutzt, kann rpm Pakete mittels des Programms kpackage (unter icewm: start->Programme->Weitere Programme->Dienstprogramme->Paket Verwaltung) verwalten und installieren bezw. deinstallieren.
Programme im tar-Format haben meist die Endungen .tar, .tgz oder .tar.gz. Das Tar-format ist ein Dateiformat zur Archivierung mehrerer Dateien in einer einzigen Datei, ohne Komprimierung. Ist das Archiv komprimiert, dann wird meist die Dateinamens-Endung .tgz verwendet, seltener .tar.gz.
Eine Datei mit der Endung .tar.gz oder .tgz wird mit
tar xvfz <Dateiname>.tar.gzausgepackt. Üblicherweise wird beim Entpacken ein neues Verzeichnis angelegt, in dem alle entpackten Dateien abgelegt sind. Beim Entpacken werden auch die vollständigen Dateinamen des Archivs am Schirm angezeigt, sodaß man sich orientieren kann, was alles entpackt wurde.
(Wenn man sich vor dem Entpacken über die in einem Archiv enthaltenen Dateien ein Bild machen will, empfehle ich mittels tar tvfz <Dateiname>.tar eine Auflistung der Dateien am Schirm zu erzeugen( es wird dabei keine Datei neu angelegt).
less README
die README-Datei, welche meist vorhanden ist. In dieser Datei sind meist Hinweise für das Programm und deren Installation enthalten. Es kann noch eine eigene Datei mit dem Namen INSTALL oder ähnlich vorhanden sein, in der sich nähere Installationshinweise finden.
Oft genügt es aber, eine vorhandene Datei mit dem Namen install oder install.sh auszuführen:
./install oder ./install.sh
Im allgemeinen ist damit die Installation abgeschlossen, wenn in der Installations-Anleitung nichts Anderes angegeben ist.
Liegt nur der Sourcecode einer Software und kein binary vor, dann muß die Software neu übersetzt werden. In der README-Datei sind meist mögliche Parameter für die Konfiguration und Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, angegeben. Der normale Übersetztungsvorgang läuft so ab:
Mittels ./configure <optionale Parameter> werden die Parameter für die Übersetzung und Installation gesetzt.
Dann genügt der Aufruf von make und anschließend eventuell make test um die Übersetzung zu starten
Mit make install werden die binaries in die richtigen Verzeichnisse kopiert und mit den erforderlichen Rechten versehen.
Der letzte Programmpunkt sollte als User 'root' durchgeführt werden, damit die Software korrekt installiert werden kann
Sollte es nötig sein, Dateien in Benutzerverzeichnisse abzuspeichern oder dort Dateien zu ändern, dann macht man dies bei kmLinuxTSE unter der Benutzerkennung referenz.
Wenn ein Benutzer 'surferxx' ausloggt, wird immer die Datei /opt/kde3/share/config/kdm/homedir_reset durchlaufen, in der das komplette Heimatverzeichnis des referenz-Users, /home/referenz, in das Heimat-Verzeichnis des Benutzers surferxx, /home/surferxx, gespeichert wird. Weiters werden benutzerabhängige Dateien in /home/surferxx für die Programme Mozilla, Open Office und andere Programme angepasst.
Dadurch kann eine Änderung der Software für den Benutzer surferxx erst aktiv werden, nachdem er einmal ausgeloggt hat. Der Vorteil dieser Methode ist, daß die Systemverwaltung extrem erleichtert wird, da alle Änderungen für alle surferxx nur einmal beim Benutzer referenz durchgeführt werden müssen. Voraussetzung ist jedoch, daß nirgends in den benutzereigenen Dateien direkter Bezug auf den Benutzer genommen wird(ansonst muß eine Anpassung in homedir_reset erfolgen). Diese Bedingung ist jedoch meist erfüllt.
Es ist empfiehlt sich, nach
jeder Installation die installierte Software für den Benutzer
leicht zugänglich zu machen. Man sollte also als Benutzer
'referenz' anloggen und unter icewm mit den System-Menu-Editor iceme
oder unter kde, unter dem Punkt System->Menu Editor, einen
Link zum Programm eintragen. Dieser Eintrag wird dann automatisch
nach dem ersten Ausloggen eines Nutzer (surferxx) bei diesem Nutzer
aktiv.